Der Vitalmonitor bei 2 Minuten 2 Millionen

Die Vorbereitung

Eines schönen Tages kam Martin in mein Büro und fragte: „Hey Klemens, kennst du 2 Minuten 2 Millionen?“ Ich entgegnete ihm: „Die Start-Up-Shop auf Puls4?“ Martin darauf: „Ja, wir müssen da etwas vorbereiten. Ich habe uns angemeldet und wir pitchen den Vitalmonitor im Puls4 Studio in Wien. Ist allerdings erstmal nur die Vorausscheidung.“

Gesagt, getan. 2 Stunden später saßen wir in unserem Besprechungsraum und zermaterten uns den Kopf darüber, wie wir es jemals schaffen sollten, den Vitalmonitor in nur 2 Minuten vorzustellen. Nach dem Brainstorming mit Martin und Berny waren die Themen klar: Die Messung, die Herzratenvariabilität, Regeneration, Trainingsempfehlung, Stresslevel, außerdem das Bio-Age. 2 weitere Stunden später wurde uns klar: so geht das nicht. Die Show heißt 2 Minuten 2 Millionen, nicht 10 Minuten 10 Millionen. Also nochmals von vorne, alles streichen, was nicht unbedingt sein muss. Übrig blieben Stress und Regeneration.

Die Vorausscheidung

Einige Wochen später im Puls4 Studio in Wien. Martin und ich (Berny war leider verhindert) kamen mit allem, was eventuell interessant sein könnte: Flipcharts mit Geschäftsentwicklung, Zielgruppen, Marketingplänen, Rollups, Vitalmonitor, Fitness-Vitaltest und Vital Supps. Der Pitch fand vor zwei Puls4 Mitarbeitern statt. Zusätzlich wurde er auf Video aufgezeichnet. Trotz des überschaubaren Publikums waren Martin und ich ganz schön nervös. Ich gebs offen zu: wahrscheinlich lag das an mangelhafter Vorbereitung. Wir sind es beide gewohnt Präsentationen aus dem Stegreif zu halten. Mit 2 Puls4 Mitarbeitern und einer Kamera, die gemeinsam über ein gutes Stück unserer Zukunft entscheiden würden war es mit unserer üblichen Lockerheit allerdings nicht weit her. Zu unserem Glück durften wir die Präsentation nach einem völlig verpatzten Versuch wiederholen. Nachdem die Aufnahme dann doch halbwegs geklappt hat kamen noch die üblichen Fragen: Wie viel Geld wollt ihr? Wer sind eure Kunden? Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

Nachdem der Pitch vorüber war ging es wieder zurück nach Linz und wieder hieß es warten.

Der Pitch

Wochen später erhielten wir endlich die erlösende Nachricht „Ihr seid in der Show dabei.“ Der nächste Schritt war ein Pitching-Crashkurs im Puls4 Studio in Wien. Martin und ich (Berny war wieder verhindert) saßen dazu in einem Besprechungsraum mit 9 anderen Gründern, die alle spannende Projekte vorstellten: von medizinischem Marijuana über smarte Gartenbewässerung, Stadttouren von Obdachlosen, bis hin zu superschnellem Internet im Flugzeug. Lauter spannende Projekte. Aber eins, so dachten wir, hätten wir den anderen voraus: ein fertiges Produkt, das funktioniert, ein paar Tausend Kunden und als Bonus für den ersten Investor einen von Dominik Thiem handsignierten Vitalmonitor.

Wir gingen also guter Dinge in die Vorbereitung zur Show. Den Fehler der mangelnden Vorbereitung würden wir nicht nochmal machen. Diesmal werden wir alles auf Punkt und Komma auswending lernen. Klingt uncool, ist aber bei Nervosität dringend anzuraten. Martin, Berny und ich verbrachten also Stunden damit, 2 Minuten so auszufüllen, dass alles Wichtige Platz hat und es trotzdem nicht allzu auswendig gelernt klingt. Jeden Durchgang haben wir gefilmt, analysiert und optimiert. Da neben Regeneration und Stress kein Platz mehr für das Bio-Age war, haben wir das so integriert, dass die Jury nach den 2 Minuten fast danach fragen musste: wir haben unser aktuelles Bio-Age einfach auf unsere Hemden gedruckt:

Die Show

Was hat die Jury gesagt? Wie viel Geld wollen wir eigentlich? Warum ist mein Bio-Age so mies?

Lies hier weiter: 2 Minuten 2 Millionen – Teil 2

Alle Bilder (c) Gerry Frank

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