Stressfaktor Aufwachen

Stress – schon am Morgen

Stress – wer kommt im Alltag eigentlich noch ohne dieses Wort aus? Die meisten denken dabei vermutlich automatisch an den Job, an lange To-do-Listen, volle Terminkalender und wenig Schlaf. Gefolgt von emotionalen Ausnahmesituationen privater Natur. Der Stress beginnt für manche schon mit dem Aufstehen. Eigentlich habe ich mich nie zu dieser Gruppe gezählt. Ich starte zwar gerne gemütlich, aber ich würde mich trotzdem als Morgenmensch bezeichnen, der den neuen Tag motiviert und fit beginnt.

Stimmt, sagt der Vitalmonitor. Allerdings nur, wenn man meinem Körper mindestens 15 Minuten Zeit gibt. Nachdem mich die Ergebnisse meiner ersten Morgenmessungen direkt nach dem Aufstehen schon fast ein wenig beunruhigt hatten, folgte ich der Empfehlung, zwei Morgenmessungen durchzuführen und zu testen, wie die Messung ca. 15 Minuten später ausfallen würde. Das Ergebnis: Nicht zu vergleichen! Das Stresslevel schwankte an den Test-Tagen zwischen 90% direkt nach dem Aufstehen und 14% ca. 20 Minuten später. Der Regenerationsstatus fiel damit auf ca. 35% in den Keller, während er schon kurze Zeit später bei 97% lag. Offenbar gehöre ich zu jenen 10% der User, die ein wenig Zeit brauchen, um in die Gänge zu kommen. Gut, dass es nur 15 Minuten sind. Auch gut, dass nun nichts mehr gegen mein morgendliches Trainingsprogramm spricht. Schlecht ist nur, dass ich auf meine liebgewonnene Morgenmessungs-Meditation im Bett verzichten und eine neue Messroutine finden muss …

Interessant finde ich übrigens, dass es keinen Unterschied macht, ob ich während der Woche mit dem Wecker aufstehe oder am Wochenende, wenn ich von selber wach werde. In beiden Fällen deutete die Morgenmessung nach dem Aufwachen die Ergebnisse als eine Ausnahmesituation. Gut möglich, dass der Körper auch am Wochenende automatisch auf „Stress“ umspringt, sobald er wach ist, weil er es von den übrigen fünf Tagen so gewohnt ist.

Ab Samstag gönne ich mir eine Woche Urlaub. Ich denke, ich werde die Doppelmessung dann versuchsweise nochmals durchführen. Ich bin gespannt, ob sich die Auszeit bemerkbar macht und wenn ja, wie rasch. Und im Urlaub habe ich hoffentlich auch mal Zeit, körperlich an meine Grenzen zu gehen. Bislang blieb der Vitalmonitor selbst von Lauf-Einheiten nach kurzen, unruhigen Nächten und intensiven Arbeitstagen unbeeindruckt. Ich seh das als Herausforderung!

3 replies on “Stressfaktor Aufwachen

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    Ralf

    Ein wenig besser werden die Meßergebnisse bei mir auch, wenn ich einige Minuten nach dem Aufwachen ins Land gehen lasse. Doch vom Grundsatz her sind meine Werte morgens am unteren Level angesiedelt. Erst im Laufe des Tages ändert sich dies zumeist, häufig nach Betätigung. Ich sehe dies als Anzeichen dafür, daß mir der Nachtschlaf keine wirkliche Erholung bringt. Dies zeigte sich in der Vergangenheit oft auch durch häufige Müdigkeitsattacken bereits am Morgen und im Verlauf des Tages. Mit dem Vitalmonitor habe ich nun ein Instrument an der Hand, die kraftvolleren Momente zu identifizieren und somit keine Ausrede mehr gelten zu lassen.

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    David

    Ich denke ich gehöre auch zu denen, die Morgens mit Stress
    aufwachen. Zumindest laut Vitalmonitor. Wie hast du das Problem bei dir lösen könne?

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