Der Vitalmonitor bei 2 Minuten 2 Millionen – Teil 2

Die Show

Vorbereitet bis zum Anschlag fuhren wir am Vorabend der Show nach Wien. Am folgenden Tag sollten wir ab 08:00 im Studio sein. Ich hab keine Minute geschlafen. Martin und Berny waren so intelligent, Relax Night mitzunehmen, aber ich habe vergessen sie danach zu fragen. Dementsprechend haben dann auch meine Werte ausgesehen: 

Berny, wie immer total relaxed:

 

Martin mehr so in Richtung menschliches Wrack wie ich 😉 :

Nervosität und Hektik

Schnell frühstücken, rüber fahren ins Studio. Dort wieder warten. Wenn man nervös ist dauert jede Minute gleich doppelt so lange. Nacheinander kamen wir in die Maske, dann zum Vorinterview. Was wir erwarten, fragt uns die Moderatorin. Natürlich wollen wir die Jury überzeugen, von unserem Vitalmonitor an den wir alle glauben.

Noch wenige Sekunden. Wir stehen vor dem Tor ins Studio. Ein letztes Mal durchatmen. Jetzt muss alles klappen – keine Hänger, keine Versprecher.

3…2…1… Das Licht geht an, das Tor öffnet sich. Wir treten ins Studio. Vor uns die Jury. Gespannte Gesichter bei ihnen, angespannte bei uns. „Liebe Jury, wir sind Martin, Berny und Klemens vom Vitalmonitor.“ Wie zuvor hundert Mal geprobt spulen wir unseren Text herunter. Alles scheint gut zu gehen. Der Gong ertönt – 2 Minuten sind zu Ende. Berny spricht den letzten Satz. Das Gröbste ist überstanden. Als erstes ergreift Heinrich Prokop das Wort „Ich habe selbst einen Vitalmonitor und kann euch sagen, das Ding funktioniert.

Boom, das hat gesessen! Blick nach rechts, Blick nach links – alle grinsen wie Honigkuchenpferdchen. Das läuft ja viel besser als erwartet und dabei haben wir unsere Geheimwaffe noch gar nicht ausgepackt.

Unsere Geheimwaffe

Unsere Geheimwaffe

In den Monaten vor der Ausstrahlung haben wir noch ein weiteres Produkt entwickelt: ein Lenkrad, das automatisch deinen Stresslevel misst. Einfach Daumen drauf und los gehts. Denkbar wäre z.B.: dass sich das Setting im Auto an dein Stresslevel anpasst. Klassische Musik oder kühle Luft gegen hohe Stresswerte.

Und das haben wir euch auch noch mitgebracht“ leitet Martin ein und übergibt das Stress-Lenkrad an Leo Hillinger. Der Reihe nach probieren die Juroren das Lenkrad durch und haben sichtlich Spaß dabei.

Fragen über Fragen

Zumindest den Unterhaltungswert haben wir schon mal erfüllt. Dann kamen aber auch noch härtere Fragen:

„Wie kommt ihr auf die Bewertung von 5.000.000€?“

Zu Beginn 2013 bei einem Umsatz von 100.000€ sind 2 Investoren zu je 15% bei einer Bewertung zu 2.000.000€ eingestiegen. Dann haben wir den Umsatz 3 Mal in Folge verdoppelt.

Die Jury akzeptiert die Bewertung als gerechtfertigt. Wieder ein Punkt abgehakt. Aber die nächste harte Frage wartet bereits:

„Wozu brauche ich dieses Messgerät? Geht das nicht einfach über den Daumen auch?“

Sagen wir mal so: man könnte tatstächlich etwas über den Daumen am Smartphone messen. Mit einer Genauigkeit von 50 Millisekunden. Um einen Puls zu messen reicht das allemal. Ob dein Herz in einer Minute 59 oder 61 Mal schlägt – völlig egal. Die Herzratenvariabilität, die wir messen spielt sich allerdings im Millisekunden-Bereich ab. Der Vitalmonitor tastet dein Herz 500 Mal in der Sekunde ab. Als ich heute morgen aufgestanden bin hatte ich einen HRV Wert von 20 Millisekunden. Bei einer Daumenmessung am Smartphone mit einer Genauigkeit von 50 Millisekunden hätt ich also einen Wert von 0 (klinisch tot) bis 50 Millisekunden (superregeneriert).

Das alles während der Sendung zu erklären war allerdings ganz schön schwierig (habt ihr sicher selbst gesehen 😉

Der Höhepunkt

Jetzt kommt der Höhepunkt: Wird jemand investieren?

Erfahre es morgen in unserem Blog!

Alle Bilder (c) Gerry Frank

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